"Wenn Dein Herz wandert oder leidet, bring es behutsam an seinen Platz zurück und versetze es sanft in die Gegenwart Deines Herrn. Und selbst, wenn Du in Deinem Leben nichts getan hast außer Dein Herz zurückzubringen und wieder in die Gegenwart unseres Gottes zu versetzen, obwohl es jedes mal wieder fortlief, nachdem Du es zurückgeholt hattest, dann hast Du Dein Leben wohl erfüllt."
(Franz von Sales)
Viele Menschen haben das Problem, dass sie sich so sehr Zeiten für Stille und Gebet ersehnen und diese Ruhe nicht oder selten finden. Da ist der Beruf, der mich ganz in Anspruch nimmt. Zuhause läuft der Fernseher, die Kinder kommen mit ihren Anliegen, das Telefon läutet. Man lebt oft in äußerer Unruhe, Stress und Hektik. Zu diesem Problem gibt Franz von Sales einen Rat, der uns trotz dieser gen. Umstände, zu einer ganz tiefen Vereinigung mit Gott führt. In unserem Alltagsgeschehen sollen wir uns darin üben, uns auf ganz schlichte Weise still in der Gegenwart Gottes aufzuhalten. In all unserem Tun immer wieder zwischendurch innerlich einen einfachen, liebevollen Blick auf Gottes Gegenwart richten. Egal, was wir gerade tun. Dieser einfache Blick auf Gott sagt: "Ich weiß, dass Du bei mir bist, mir hilfst. Ich danke Dir und ich liebe Dich." Gott schaut in unser Herz und weiß, was es sagen möchte.
Dieses Tun führt uns, bei regelmäßiger Übung, zu einer tiefen, inneren Stille, die beglückt, trägt und uns hilft, unseren Alltag nach dem Willen Gottes zu gestalten.
In der Stille des Herzens in Gott ruhen, ist Gebet.
(Kloster der Heimsuchung Mariä)


